Der wunderbare Apfelbaum – angefangen von der Blüte bis zur Ernte

© aussiegall
Wenn die Apfelblüte beginnt, sind es gerade noch einmal je nach Sorte ungefähr 120 Tage, bis man die Äpfel ernten kann. Wichtig ist immer die Befruchtung. Äpfel sind sogenannte Fremdbefruchter, das heißt, dass eine Bestäubung mit Pollen von derselben Sorte gar nicht möglich ist. Daher brauchen sie mindestens einen sogenannten Pollenspender, also einen weitere Apfelsorte, die sich in der Nähe befindet und zudem noch in genau derselben Zeitspanne auch ihre Blüten öffnet. Und das wichtigste, damit ein grandioser Apfelbaum auch wirklich viele Früchte ansetzen kann, sind die Bienen. Das recht kühle Frühlingswetter aber auch die zurückgehende Zahl der Bienenvölker macht es immer öfter nötig, dass auch Wildbienen und Hummeln die Bestäubung übernehmen müssen. Um diese Nutzinsekten auch in den Garten zu locken, sollte man Nisthilfen oder auch Futterpflanzen nutzen. Alle Blüten, die gar nicht oder auch nur unzureichend befruchtet wurden, werden gute vier Wochen nach der Blüte einfach abgestoßen mitsamt dem Stiel.
Das ist auch als Nachblütefall bekannt. Wenn die Bestäubung allerdings geklappt hat, dann fallen lediglich die Blütenblätter ab, und die Kelchblätter trocknen ein und bleiben dabei als kleine Krone erhalten. Am Anfang verläuft das Wachstum recht langsam, Ende Mai sind die Früchte gerade einmal wallnussgroß. Dann kommt der Junifruchtbefall, hierbei werden alle Früchte vom Baum abgeworfen, die nicht richtig von ihm ernährt werden können, oder die sich nur recht kümmerlich entwickeln. Alle verbleibenden Äpfel wachsen nun allerdings um so schneller weiter. Die kühlen Nächte fördern die Pflückreife, und zudem auch die so für die Sorte typische Ausfärbung der Apfelschale.
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